12.09.2020     Vereine und Verband unterstützen Aalschutzinitiave

Zur Unterstützung der europäischen Aalschutzinitiative investieren der Landesfischereiverband Pfalz und die im Verband organisierten Vereine eine Summe im hohen vierstelligen Bereich. Nach vielen unvorhergesehenen Hindernissen fanden heute tausende kleiner Aale ihren Weg in die Pfalz, wo sie an mehreren zentralen Punkten von den Vereinsmitgliedern für den Weitertransport in Empfang genommen wurden.

IMG 3Gustav Pade zeigte sich hocherfreut, dass diese Maßnahme endlich ihren erfolgreichen Abschluss gefunden hat. Im Februar sorgte schon die Covid 19 – Pandemie für eine Unterbrechung des Lachsprogrammes an der Wieslauter. 10.000 befruchtete Eier, die von unserem elsässischen Partner für den LFV Pfalz reserviert waren, konnten aufgrund von gesetzlichen Auflagen und Schließungen der Grenzen nicht ausgeliefert werden. Auch der für das Frühjahr geplante Aalbesatz stand wegen den Kontaktbeschränkungen unter keinem guten Stern, später verhinderten hochsommerliche Temperaturen den Transport aus tierschutzrechtlichen Gründen.

„Wir sind stolz auf unsere Mitglieder“, so Pade weiter. „Trotz finanzieller Einbußen aufgrund ausgefallener Feste und Veranstaltungen haben sie sich nicht entmutigen lassen und sich an der für den Fortbestand der Aalpopulation so wichtigen Maßnahme beteiligt“.

Auch Mathias Dürr, Vorsitzender des AC 1974 Roxheim, ist mehr als zufrieden. Die Vitalität der kleinen Fische sei erstaunlich und das Resultat der umsichtigen und fachmännischen Betreuung durch den Lieferanten. Die kleinen Aale haben jetzt ausreichend Zeit, sich noch vor dem Einfall der gefiederten Wintergäste in ihrer vorläufigen Heimat, dem Roxheimer Altrhein, einzugewöhnen. Für Mathias Dürr ist der Aalbesatz ein wichtiger Faktor für die Erhaltung des Bestandes. Ohne die in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts begonnenen Besatzmaßnahmen wäre der Bestand wegen eines kaum noch vorhandenen natürlichen Aufstiegs im Rhein längst zusammengebrochen.