Wieslauter

Im Jahr 2004 begann ein Projekt mit Frankreich (Conseil Supérieur de la Pệche und der Federation Du Bas-Rhin Pour La Pệche Et La Protection Du Milieu Aquatique) zur biologischen Entwicklungsfähigkeit der Wieslauter in ihrem Einzugsgebiet einschließlich der Wiederansiedlung des Lachses.

Der Landesfischereiverband Pfalz e. V. ist als Pächter der Wieslauter am Wiederansiedelungsprogramm  für den Lachs beteiligt und organisiert auf deutscher Seite mit finanzieller Unterstützung der BASF SE die jährlichen Besatzmaßnahmen mit Lachssömmerlingen. Die Erbrütung und Aufzucht bis zur Besatzreife erfolgt unter der Obhut von Fischwirtschaftsmeisterin Friederike Schneider im pfälzischen Katzweiler.

Dr. M. Stang (BASF SE) und T. Oswald (SGD Süd) Dr. Michael Stang (BASF SE, Umweltüberwachung) und Thomas Oswald (SGD Süd, Obere Fischereibehörde)

Seit Beginn des Projekts sind über 200.000 Brütlinge in der Wieslauter besetzt worden (davon 38.000 in 2017). Laut einer vorläufigen Kartierung potenziell geeigneter Besatzstrecken durch die Obere Fischereibehörde der SGD Süd (T. Oswald) stehen an der Wieslauter zwischen Scheibenhardt und Hinterweidenthal im Oberlauf mindestens 7.350 m2 Aufwuchshabitat zur Verfügung.

Im Jahr 2009 wurde erstmals eine Reproduktionskontrolle in der Wieslauter durchgeführt. Dabei wurden drei gut abgewachsene Wildlinge der AK 0+ festgestellt. Damit lag für die Wieslauter der erste Lachs-Reproduktionsnachweis überhaupt vor. Im Herbst 2009 wurden zudem drei sehr große Laichgruben dokumentiert, die aufgrund ihrer Lage und Ausdehnung ebenfalls von Lachsen angelegt wurden. Im Sommer 2010 wurde an diesem Laichplatz schließlich die Folgegeneration durch einen Fang eines Lachses der AK 0+ zweifelsfrei belegt.

Dr. Jörg Schneider an der WieslauterIn den Jahren 2011 bis 2017 gelangen weitere Reproduktionsnachweise, nämlich direkt unterhalb des Wehres Scheibenhardt und oberhalb des Wehres Scheibenhardt. Damit sind in den Jahren 2008 bis 2016 definitiv adulte Lachse in die Wieslauter zurückgekehrt. Bei fünf Wildlingen der Generation 2017 wurden Gewebeproben für genetische Untersuchungen genommen.

Im Herbst 2011 wurden acht große Laichgruben in der Wieslauter unterhalb Wehr Scheibenhardt gezählt. Weitere drei große Laichgruben fanden sich im November 2011 im Einlauf des Leimersheimer Altrheins, ca. 30 km unterhalb der Mündung der Wieslauter in den Rhein (Angaben T. Oswald, SGD Süd). In 2012- 2015 konnte wegen Trübung und hoher Wasserstände keine Kartierung erfolgen. In 2016 konnte erstmals seit 2012 wieder eine Laichgrubenkartierung erfolgen. Diese verlief mit der Sichtung von insgesamt sechs großen Laichgruben (von Mitte November bis Mitte Dezember) sehr erfolgreich. Auch im Herbst 2017 wurden 6 frische Laichgruben in Scheibenhardt und um die Remy-Brücke entdeckt.

Quelle: Dr. Jörg Schneider, Bürogemeinschaft für fisch- und gewässerökologische Studien - BFS

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