28.10.2017     Außerordentliche Mitgliederversammlung sichert Gemeinnützigkeit

Die turnusmäßige Überprüfung unserer Satzung durch die Finanzverwaltung hatte ergeben, dass einige wichtige Merkmale für die weitere Anerkennung der Gemeinnützigkeit den aktuellen Vorgaben der Steuergesetzgebung angepasst werden müssen. Deshalb hatte die geschäftsführende Vorstandschaft eine außerordentliche Mitgliederversammlung für den 28. Oktober einberufen und alle Delegierte des LFV Pfalz eingeladen. Nach Eintragung ins Vereinsregister wird den Mitgliedern eine gedruckte Fassung der neuen Satzung ausgehändigt.

Aufgrund der Dringlichkeit und um möglichst vielen Teilnehmern lange Anfahrtswege zu ersparen, wurde als zentraler Sitzungsort die Verbandsgemeinde Lambrecht bei Neustadt an der Weinstraße ausgewählt. Dank der guten Vorbereitung unserer Satzungskommission konnte dann ausführlich, aber auch zügig, über die verschiedenen Änderungen beraten und abgestimmt werden.

Natürlich nutzte der erste Vorsitzende Gustav Pade die Gelegenheit, um unter einem weiteren Tagesordnungspunkt über die momentan viel diskutierte Ausschreibung der Rheinpachtverträge zu informieren. Leider hat sich der Landesfischereiverband Rheinland-Pfalz nicht an das zwischen dem LFV Rheinland-Pfalz, dem LFV Pfalz und dem Sportfischerverband (SFV) Pfalz vertraglich Vereinbarte gehalten. Er ist aus der Bietergemeinschaft der 3 Verbände ausgestiegen und hat einen eigenen Antrag auf Anpachtung der Rheinstrecke gestellt. Daraufhin gründeten der LFV Pfalz und der SFV Pfalz eine neue Bietergemeinschaft und haben bei der Vergabe den Zuschlag seitens der SGD Süd erhalten. Gegen diese Entscheidung der SGD Süd hat der LFV Rheinland-Pfalz Widerspruch bei der Vergabekammer Rheinland-Pfalz eingelegt. Wie dort jetzt entschieden wird muss abgewartet werden.

Wie aus diversen Gesprächen bekannt wurde, besteht bei einigen Bezirksverbänden des LFV Rheinland-Pfalz die Absicht, in der nächsten Versammlung des Landesverbandes am 26.5.2018 darüber abstimmen zu lassen, wieder dem DAFV beizutreten. Der LFV Pfalz hat sich klar dazu geäußert und seitens der Vorstandschaft nicht die Absicht, diesen Antrag – soweit es denn zu einer Abstimmung kommt – zu unterstützen. Entscheiden werden aber die Delegierten.

Wie Pade weiter berichtete, kamen bei der Sanierung der Betriebsgebäude auf der ehemaligen Fischzuchtanlage Eußerthal ein paar nicht vorhersehbare Dinge ans Tageslicht. Die mit den Arbeiten beauftragten Firmen gaben aber schnell Entwarnung, so dass die von der Mitgliederversammlung im April freigegebenen Mittel nicht vollständig ausgeschöpft werden müssen.

Nach fast genau 90 Minuten konnte der erste Vorsitzende die insgesamt harmonisch verlaufene Mitgliederversammlung beschließen, dankte den Anwesenden für ihr Erscheinen und wünschte einen guten Heimweg.

22.10.2017     Saisonabschluss der Jugend

Heute traf sich die Verbandsjugend zum Abschluss der Angelsaison am Almensee in Bad Dürkheim. Der Angelsportverein der Verbandsgemeinde Deidesheim um den Vorsitzenden Heinz Neuber und Jugendwart Hartwig Müller hatte das Treffen an seinem Gewässer ermöglicht und sorgte auch für die Bewirtung.

Aus allen Teilen der Pfalz waren etwa 50 Jugendliche und noch einmal 15 Betreuer angereist. Kalter Wind und teilweise heftige Böen sorgten für erschwerte Bedingungen, aber die Jugendlichen ließen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Man musste eben seine Montage entsprechend umstellen und hinter einem großen Schirmzelt Schutz suchen. Gut, wenn man sich zwischendurch am Bräter mit einer knusprigen Bratwurst zusätzlich aufwärmen konnte.

Punkt 13 Uhr beendete Julian von Ehr, Jugendreferent beim Landesfischereiverband Pfalz und heute erstmals alleiniger Organisator der Veranstaltung, das Fischen. Auf dieses Signal hatten alle Teilnehmer sehnsüchtig gewartet. Einerseits aufgrund der schon erwähnten Witterung, andererseits aber auch, weil für jeden Teilnehmer wieder eine Ehrengabe und Erinnerung an dieses Treffen bereitstand.

An dieser Stelle bedankt sich das gesamte Team beim ASV VG Deidesheim für die kostenlosen Köstlichkeiten, der LFV Pfalz sagt Danke der Firma Angelsport Müller aus Neustadt für viele tolle Ehrengaben, die zu einem fairen Preis auf die andere Seite der Ladentheke wechselten.

 

 

 

 

 

15.08.2017   SGD Süd siedelt wieder Aale im Rhein an - Verlängerung der Artenschonzeit

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd hat zum Schutz abwandernder Blankaale ein allgemeines Fangverbot im Rhein vom 1. Oktober eines jeden Jahres bis zum 1. März des Folgejahres per Allgemeinverfügung erlassen.

In dieser Zeit darf die Fischerei auf Aal im Rhein und in den angrenzenden Stillwasserflächen und Häfen mit dauerhafter Verbindung zum Rhein nicht ausgeübt werden. Dieses Verbot gilt für den Fang mit allen Geräten und Methoden der Freizeitfischerei wie auch der Berufsfischerei; in der Pfalz gibt es noch drei Betriebe. Ausnahmegenehmigungen zum Fang von Aalen können in begründeten Fällen durch die Obere Fischereibehörde bei der SGD Süd erteilt werden. Diese Regelung ist befristet bis zum 1. März 2020.

Seit dem Jahr 2004 wurden durch die SGD Süd kontinuierlich Besatzmaßnahmen durchgeführt. Die ausgesetzten Aale waren zwischen 9 bis 12 Gramm schwer und circa 10 Zentimeter lang. Jährlich werden insgesamt bis zu 100.000 Aale besetzt.

Für die Besatzdurchführung wird das rheinland-pfälzische Mess- und Untersuchungsschiff „MS Burgund" genutzt. Auf der „MS Burgund" können die nötigen Fischbecken zur Zwischenhälterung angebracht werden. Mit einer fest installierten Pumpe können Becken mit frischem Zulaufwasser aus dem Rhein versorgt werden.

Fischbesatzmaßnahmen werden zur Erhaltung und Bestandsstützung von gefährdeten Fischarten durchgeführt. Somit können gefährdete Fischarten in ihrer Art erhalten werden.

Der Besatzerfolg wird in einem Monitoring-Programm über eine Auswertung der Fangergebnisse der Freizeit- und Berufsfischerei überprüft. Auf Grundlage dieser erfassten Daten können Rückschlüsse über den Zustand und die Entwicklung gezogen werden. Es ist dabei erkennbar, dass die Besatzmaßnahmen durch die SGD Süd als erfolgreich eingestuft werden können. Nach den Besatzmaßnahmen können durchaus höhere Dichten von Aalen an den besetzten Lebensräumen festgestellt werden.

Der Aal erreicht eine maximale Körpergröße bis zu 1,20 Meter. Er ernährt sich hauptsächlich von Kleinlebewesen und im Alter auch von anderen Fischen.

Zur Fortpflanzung führt der Aal eine sehr weitgestreckte Wanderung durch. Kurz vor der Geschlechtsreife wandert der Aal von den süßwassergeprägten mitteleuropäischen Bächen und Flüssen stromabwärts in die Nordsee. Von der Nordsee aus zieht der Aal durch den Atlantischen Ozean zur Sargassosee. Dort geben die Elterntiere in mehreren hundert Meter Wassertiefe ihre Eier ab und versterben nach der Eiabgabe. Die geschlüpften Larven lassen sich dann mit dem Golfstrom in Richtung der europäischen Küste verdriften. Von dort aus ziehen die Jungaale (Glasaale) in die Mündungsbereiche der großen europäischen Ströme und wandern dann gegen die Strömung in die Bereiche der Bäche und Flüsse auf, in denen die Abwanderung der Elterntiere begonnen hatte.

 

Quelle: Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Neustadt an der Weinstraße

13.09.2017   Höfken eröffnet Auenbecken und startet Umweltbildungsprojekt
 

„Die Forschungsstation Eußerthal generiert nicht nur Wissen – sie macht Wissen ums Wasser erlebbar. An diesem attraktiven Lernort können Schüler und Studenten das Ökosystem Wasser mit Fischen, Krebsen oder Amphibien und seine Bedeutung für uns Menschen erkunden“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken heute in der ‚Ökosystemforschung Anlage Eußerthal‘ zur Einweihung der renaturierten Auenbecken und zum Start des Umweltbildungsprojekts „Nature Lab“. Die Universität Koblenz-Landau betreibt die Forschungsstation auf dem Gelände der ehemaligen Fischzucht des Landesfischereiverbandes Pfalz mit finanzieller Unterstützung des Landes. Nach dem Startschuss für die Bauarbeiten vor etwa einem Jahr sind nun die ehemaligen Fischbecken renaturiert. Hier kann nun geforscht und gelehrt werden. Für die Forschungs- und Bildungsvorhaben überreichte Höfken einen Förderbescheid über 420.000 Euro.

Schritt für Schritt entwickele sich hier mitten im Biosphärenreservat Pfälzerwald ein Zentrum für Ökosystemforschung, mit zwei Freilandlaboren und einem besonderen außerschulischen Lernort, so Höfken. Neben Infotafeln entlang der Forschungsstation Eußerthal können Schüler verschiedener Altersgruppen Kursangebote ergänzend zum regulären Unterricht wahrnehmen. Mit der Grundschule Ramberg-Eußerthal besteht bereits eine Zusammenarbeit. Zudem gibt es Ferienkurse und ein Online-Angebot. Mit dem Bildungsangebot erfülle die Station zugleich einen Beitrag zum Umweltverständnis und zur Regionalentwicklung im Biosphärenreservat. „Die Kombination von Gewässer- und Artenschutz mit Wissenschaft und Umweltbildung ist ein Modell auch für andere Regionen im Land“, sagte Höfken. Die Ministerin dankte der Universität, dem Team der Station, dem Landesfischereiverband Pfalz, den Gemeinden Annweiler und Eußerthal sowie der Grundschule Ramberg-Eußerthal für ihr Engagement.

„Für den Erhalt unserer biologischen Vielfalt spielt die Forschung zur Gewässerökologie eine wichtige Rolle. Erst 70 Prozent unserer Flüsse und Bäche sind in dem guten ökologischen Zustand, den die EU-Wasserrahmenrichtlinie vorgibt. Es gibt also noch viel Handlungsbedarf“, so Höfken. Mit der Aktion Blau Plus wie auch mit der kleinen Schwester, der Aktion Grün, unterstütze das Ministerium daher Aktivitäten wie die Forschungsstation. Das Land fördere die gesamten Aktivitäten auf der Anlage Eußerthal mit einer Million Euro.

Mehr Information zur Forschungsstation Eußerthal im Internet unter https://www.uni-koblenz-landau.de/de/eeres

eroeffnung auenrenat

Übergabe des Förderbescheides durch Staatsministerin Ulrike Höfken an Kurt Wagenführer, Bürgermeister der VG Annweiler

Verantwortlich (i.S.d.P):
Stefanie Lotz, Pressesprecherin
Josephine Keller, Pressesprecherin
MINISTERIUM FÜR UMWELT, ENERGIE, ERNÄHRUNG UND FORSTEN
Bild: LFV Pfalz

 

Der Landesfischereiverband Pfalz trauert um sein Ehrenmitglied

Gerhard Schneider

der am 5. Mai 2017 im Alter von 80 Jahren verstorben ist.

Gerhard Schneider war über viele Jahrzehnte als Vertreter der Berufsfischer, Teichwirte und Züchter Mitglied des Verbandsbeirates. In mehreren Fachgremien, z.B. Fischereibeirat bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, setzte er sich für die Binnenfischerei und unseren Verband ein.

Sein persönlicher Einsatz war stets Vorbild für uns alle.

Als symbolische Anerkennung seines ehrenamtlichen Engagements wurde Gerhard Schneider im Jahre 2015 zum Ehrenmitglied ernannt.

Sein hoher Sachverstand und seine ruhige überzeugende Art werden uns fehlen. Wir werden dem Verstorbenen stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie.

 

gerhard schneider